Das Königsschießen des SV Hubertus-Gernsheim e.V. fand in diesem Jahr am Samstag, den 04.11.2023 statt. Ob es am schlechten Wetter lag oder an der Vorfreude auf die abendliche Feier ist schwer zu sagen – jedenfalls waren fast alle aktiven Schützen und viele geladene Gäste anwesend.
Das Königsschießen zählt zu den traditionellsten Wettkämpfen der Schützen und ist die feierliche Ermittlung des Schützenkönigs und seiner Ritter im kommenden Jahr.
Geschossen wurde auch in diesem Jahr nach den Schießregeln des Deutschen Schützenbundes, mit dem Kleinkaliber Gewehr auf 50 m Entfernung auf einen Holzadler, der die Ehre des Schützenkönigs repräsentiert. Die Ehren des Apfel- und Zepter-Ritters hält er in seinen beiden Krallen und die des Kronenritters auf seinem Kopf. Vor den Befestigungen sind Zielscheiben angebracht, die allerdings das Halteholz verdecken. Dadurch ergibt sich ein ausgewogenes Verhältnis von schießsportlichem Können, Spaß und strategischen Geschick.
Die Spannung des Wettkampfes wurde zusätzlich gesteigert, indem alle Schützen und Gäste die Treffer auf der Scheibe von vorn über einen Bildschirm beobachten konnten – das dahinterliegende Befestigungsholz konnte man jedoch nicht sehen.
Nach der Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden und Oberschützenmeister Günter Klagge trugen sich alle 23 Schützen in die Teilnehmerliste ein. Die Wettkampfleitung lag ebenfalls bei Günter Klagge.
Zuerst ging es um die 3. Ritterehre repräsentiert durch einen Apfel. Diese Ehre holte sich nach 39 Schuss unser Mitglied Oliver Peschke. Danach ging es um den 2. Ritter, den Zepter-Ritter. Nach 80 Schuss fiel dieser bei unserem erster Vorsitzender Günter Klagge. Die Ehre des ersten Ritters, dem Kronenritter, ging nach 33 Schuss an unser Mitglied Andreas Gottmann.
Nun ging es um die Schützenkönigsehre und auch alle bereits ausgeschossenen Ritter durften wieder teilnehmen. Die Ehre des Schützenkönigs des SV Hubertus e.V. 2024 errang bereits in der 2. Runde bzw. nach 40 Schuss unser Mitglied Dennis Schumacher, dem wir allerherzlichst gratulieren.
Nach dem anstrengenden sportlichen Teil ging es, in alter Tradition, ans gemeinsame Feiern. In weiser Voraussicht war der Grill unter dem Dach aufgebaut und es gab für alle Steaks, Würstchen und Salate und keiner musste Hunger leiden. Ebenso gab es Fassbier und auch nicht alkoholische Getränke bis spät in den Abend.
Der Vorstand dankt allen Teilnehmen und Helfern, die die Veranstaltung ermöglicht haben.
Olaf Albert, Schriftführer
Gernsheim, den 09.11.2023
Vereinsmeisterschaften 2023 1. November 2023
Bezirkskönigsschießen 2023 23. September 2023
Am 23. September 2023 veranstalte der SV Hubertus Gernsheim das Bezirkskönigsschießen des hessischen Schützenverband e.V. Schützenbezirk 36 „Rhein-Main-Modau". Insgesamt stritten 30 Schützen – 17 Erwachsene und 13 Jugendliche aus 10 Vereinen des Bezirkes um die Ritter- und Königsehren.
Dabei schossen die Erwachsenen nach den Vorgaben des hessischen Schützenverbundes mit dem KK-Gewehr auf 50 m auf einen Holzadler. Zur gleichen Zeit - und nur wenige Meter entfernt – schossen alle Schüler, Jugend und Junioren ihren eigenen Schützenkönig(in) auf dem 25 m Stand mit dem Luftgewehr aus.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Bezirksschützenmeister Dr. Bernd Arno Nikolaus und den ersten Vorsitzenden des SV Hubertus Gernsheim Günter Klagge ging es dann zur Sache.
Ob es daran lag, dass alle Jugendlichen nun besonders motiviert und treffsicher waren oder daran, dass der Adler zu einfach konstruiert war, ist schwer zu sagen. Jedenfalls hatten die Jugendlichen schon nach ca. 50 Minuten alle Ehren auf ihrem Adler abgeschossen.
Jugend Bezirks-Schützenkönigin wurde Sophia Müller SSG Tell Raunheim nach nur 9 Schuss. Gefolgt von Ihrer Ritterschaft Nelly Menzel SSG Stockstadt Kronenritter (1. Ritter nach 15. Schuss), Nelly Nartschick SSG Stockstadt Zepterritter (2. Ritter nach 11. Schuss) und Theo Tewerden SSG Tell Raunheim Apfelritter (3. Ritter nach 18. Schuss)
Auf dem Foto von links nach rechts: Nelly Menzel SSG Stockstadt, Nelly Nartschick SSG Stockstadt, Bezirks Jugendkönigin Sophia Müller SSG Tell Raunheim, Theo Tewerden SSG Tell Raunheim.
Auch die Erwachsenen sind gut gestartet – jedenfalls ging die erste Ritterehre bereits nach 24 Schuss an Ulrike Nikolaus vom TGS-Sportschützen Walldorf. Auch die Zepter- und Kronenritter waren nach weiteren 35 bzw. 38 Schuss bei Günter Klagge und unserem ehemaligen ersten Vorsitzenden und Ehrenmitglied Horst Brückheimer gefallen und bleiben somit in Gernsheim.
Alle Schützen konnten ihre Trefferlage und die der anderen wieder über die Videomonitor beobachten und alle haben sich richtig reingehängt.
Vielleicht hat es an der etwas stabileren Konstruktion des Adlers gelegen oder einfach daran, dass man sagt: „…der Adler fällt nicht bei jedem – er sucht sich seinen König!"
Auf dem Foto von links nach rechts Ulrike Nikolaus TGS Walldorf, Günter Klagge, Karl Heinz Kopietzki, Horst Brückheimer alle SV Hubertus Gernsheim.
Gewackelt hat der Adler oft – aber scheinbar wollte er unbedingt in Gernsheim bleiben - gefallen ist er jedenfalls erst bei unserem 2. Vorsitzenden, Karl-Heinz Kopietzki (nach 5 Runden oder 88 Schuss). Der damit die Bezirkskönigsehre auf dem Landeskönigsschiessen im hessischen Landesleistungszentrum am 20. Januar 2024 verteidigen wird.
Im Rahmen der Siegerehrung übergibt die ehemalige Bezirksschützenkönigin Angelika Ader vom SV Hubertus Gernsheim die Ehrenkette an ihren Nachfolger.
Olaf Albert, Schriftführer SV Hubertus Gernsheim
Ferienspiele 2023 9. August 2023
Die Ferienspiele im Schützenverein Hubertus unter dem Titel „Spiel und Spaß rund ums Schießen" haben am 09.08 von 10 - 17Uhr stattgefunden. Teilnehmen konnten Kinder zwischen 7-18 Jahren. Geboten wurde neben dem Schießen mit Luftdruckgewehr und Lichtgewehr auch diverse spielerische Übungen zum Thema Koordination und Kondition. Nach einigen freien Stationen vormittags, sind die Kinder nachmittags in Gruppen zusammengekommen und haben sich in einer Art Sommerbiathlon sowie anderen Spielen wie Hufeisenwerfen, Hindernisparcours, Pfeil und Bogen, Dosenwerfen und Darts verglichen. Zum Schluss sind die Kinder im Rahmen einer kleinen Siegerehrung von Jugendwartin Angelika Adler verabschiedet worden und jeder Teilnehmer hat neben einer Teilnahmeurkunde ein kleines Mitbringsel bekommen. Abends hat die Möglichkeit bestanden, dass interessierte Familien gemeinsam zum Grillen bleiben.
Fischerfestpokal 2023 1. Juli 2023
Das Fischerfestschießen 2023 ist zu Ende gegangen. Wir bedanken uns bei Allen, die erschienen sind, und hoffen sie auch nächstes Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Vielleicht lockt den Ein oder Anderen das Interesse auch vorher mal in den Verein.
Außerdem bedanken wir uns bei allen Helfern, der Firma Braustübl und dem Fischerfest Komitee, die das alles erst ermöglicht haben.
Am 22.4.2023 fand die Generalversammlung der SV Hubertus statt.
Der seit dem 10.6.2023 amtierende neue Vorstand berichtete den 27 anwesenden Mitgliedern über das vergangene Geschäftsjahr 2022.
Der erste Vorsitzenden Günter Klagge resümierte über die durchgeführten Aktivitäten, Arbeiten und Erfolge des Schützenvereins Hubertus e.V. Weiterhin gab er einen Ausblick auf die 2023 anstehenden Themen und bedankte sich bei allen Mitgliedern für ihre Unterstützung des Vereins.
Es folgte der Bericht des Schießwartes Marius Pflüger mit der sportlichen Zusammenfassung des letzten Jahres. Neben den vielen Einzelteilnahmen in den Wettkämpfen der beiden Verbände Deutscher Schützenbund und Bund Deutscher Sportschützen, konnte der SV Hubertus-Gernsheim erfolgreich mit den Mannschaften in den Disziplinen Luftpistole sowie Luftpistole Auflage in den Rundenwettkämpfen bestehen. Für dieses Sportjahr ist bereits eine Sportpistolenmannschaft aufgestellt.
Anschließend berichtet die Jugendwartin, Angelika Adler, über die Jugendarbeit des Vereins. Es ist als besonders positiv anzusehen, dass wir seit einiger Zeit eine stabile Anzahl von 9 bis 12 Jugendlichen haben und im Vorstand darüber nachdenken, die Trainingszeiten für die Jugendlichen zu erweitern.
Es folgten die Berichte des Kassenwartes, der Kassenprüfer und die Entlastung des Vorstandes.
Abschließend wurde die vakante Position des Beisitzers und eines Kassenprüfers von der Versammlung neu gewählt.
Olaf Albert, Schriftführer
Arbeitseinsatz 15.04.2023 15. April 2023
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2023 10. April 2023
Liebe Mitglieder,
Am 22.04.2023 findet unsere Mitgliederversammlung im Schützenhaus Hubertus statt. Wir laden herzlich ein und würden uns über zahlreiches erscheinen freuen.
Präsident des BDS zur Verschärfung des Waffengesetzes 18. Januar 2023
Liebe Mitglieder und Interessierte des BDS,
zum gegenwärtigen Stand der Waffenrechtsdiskussion darf ich Ihnen Folgendes mitteilen:
Der bekanntgewordene Referentenentwurf aus dem Haus von Bundesinnenministerin Nancy Faeser, der eine Vielzahl von völlig ungerechtfertigten Verschärfungen vorsieht, ist auf der höchsten Abstimmungsstufe der Regierungskoalition von der FDP als inakzeptabel zurückgewiesen worden. Es ist fraglich, ob dieser Entwurf überhaupt noch in die Abstimmung zwischen Ministerien geht. Diese wäre zwingend durchzuführen, bevor der BDS und andere Betroffenenverbände den Entwurf offiziell erhalten, um in der Sache Stellung nehmen zu können und das alles hat zu geschehen, bevor der Entwurf in den Bundestag eingebracht werden kann. Erst dann beginnt die eigentliche Gesetzgebung.
Der Entwurf wurde klar entgegen der Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Regierungskoalition erstellt: Eine Evaluierung bisher vorgenommener Rechtsänderungen aus den letzten Jahren hat nicht stattgefunden. Diese im Koalitionsvertrag festgelegte Evaluierung wird nun zu Recht von der FDP verlangt und wir können davon ausgehen, dass unsere dringenden Anliegen bei dieser Evaluierung auch angesprochen werden müssen. Es handelt sich insbesondere um eine korrekte und dem Willen des Gesetzgebers entsprechende Fassung des § 14 Waffengesetz. Die jetzige Version enthält eindeutig Fehler, die zu korrigieren sind. Zudem ist es unbedingt erforderlich, dass eine Kurskorrektur bei Dual-Use Magazinen stattfindet und eine vernünftige Regelung für ausländische Schützen gefunden wird, die Deutschland durchqueren wollen, in ihrem Heimatland eine entsprechende Erlaubnis für große Magazine haben und zu einem Wettkampf in einem anderen Land fahren wollen, bei dem sie diese verwenden können. Aber nach dem jetzigen Stand können sie Deutschland nicht rechtssicher durchqueren. Dies ist ein untragbarer Zustand.
Am 11. Januar 2023 fand in Kassel ein Treffen des FWR, seiner angeschlossenen Verbände, des Deutschen Schützenbundes und weiterer Verbände statt. Damit war dort der allergrößte Teil aller privaten Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse vertreten. Es wurde der bekannt gewordene Entwurf durchgearbeitet und eine gemeinsame Stellungnahme entworfen, der alle Verbände zustimmten. Auch wurde die Frage einer öffentlichen Aktion (Briefgenerator) angesprochen und alle Verbände mit einer Ausnahme hielten, nachdem zu erwarten ist, dass der Entwurf zum jetzigen Zeitpunkt und in der jetzigen Fassung im Gesetzgebungsverfahren nicht weiterkommt, es nicht für ratsam, jetzt eine solche Maßnahme durchzuführen. Nach unserer Auffassung ist aktuell ein ungünstiger Zeitpunkt, weil nicht sicher ist, in welche Richtung die weitere Entwicklung der Gesetzgebung geht. Der VDB-Vertreter erklärte, dass er jedoch diese Aktion in jedem Fall auch gegen den Rat aller anderen Verbände durchziehen werde. Diese Entscheidung respektiert der BDS, beteiligt sich aber aus den genannten Gründen auch nicht daran.
Die öffentliche Äußerung des Deutschen Schützenbundes zur laufenden Briefgenerator Aktion vom 18. Januar 2023 entspricht genau der Meinung aller Vertreter auf der angesprochenen Sitzung in Kassel mit Ausnahme des VDB. Infolge seiner Stellungnahme kommt es jetzt gegenüber dem DSB zu unglaublichen Angriffen gegen diesen, mit einer Masse von Verunglimpfungen und sprachlichen Entgleisungen, die einfach erschütternd ist. Wer die Postversandaktion nutzen will, soll dies tun. Aber andere Ansichten dazu in unverschämter Weise anzuprangern, tut alles andere als dem gemeinsamen Anliegen Vorschub zu leisten. Im Gegenteil, dadurch hilft man nur der anderen Seite.
Der DSB mit seinen 1,3 Millionen Mitgliedern hat sich seit Jahrzehnten in der Waffenrechtsdebatte stets auch im Interesse der Großkaliberschützen eingesetzt. So hat er, als der Gesetzgeber 2003 vorsah, alle sportlich genutzten Halbautomaten unter den Anscheinsvorbehalt zu stellen und vom FWR ein Vorschlag für Ausnahmen erarbeitet wurde, an entscheidender Stelle zugestimmt und allein dadurch die entsprechenden Ausnahmen des § 6 der Allgemeine Verordnung zum Waffengesetz ermöglicht, obwohl er zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht betroffen war.
Wir vertrauen darauf, dass die FDP, die bereits einmal im Koalitionsvertrag 2009 eine Verschärfung des Waffenrechts ausgeschlossen hat, die Interessen der Legalwaffenbesitzer entsprechend berücksichtigt und damit zum Beispiel ein Halbautomatenverbot nicht vorstellbar ist. Wir vertrauen auch darauf, dass die Fachleute im Bundesinnenministerium, beim Bundeskriminalamt, der Polizei und anderen Behörden gehört werden und ein Gesetzentwurf an der Realität ausgerichtet wird. Wir setzen ferner darauf, dass bei SPD und Bündnis90/Die Grünen die grundrechtlich geschützten Rechte von Sportschützen, Jägern, Sammlern, Handel, Industrie etc. geachtet werden und Rationalität das Handeln bestimmt und nicht Polemik.
Aktionen und Proteste sind kein schlechtes Mittel, um der Empörung und den berechtigten Anliegen der Betroffenen Ausdruck zu verleihen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir aber keinen Sinn in Massenverfahren, da das Gesetzgebungsverfahren noch nicht einmal begonnen hat.